In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstand im Aargauischen Freiamt eine Industrie, die Strohbänder mit verschiedenen Webtechniken herstellte. Daraus nähte man Hüte die je nach Verwendungszweck auch mit Garnituren aus Stroh verziert wurden. Ganze Hüte oder auch nur deren Bestandteile, fertigten meist Familien in Heimarbeit an, die sich so einen Zustupf zum landwirtschaftlichen Erwerb verdienten.
Anfang des 20. Jahrhunderts waren die modischen Kopfbedeckungen aus dem Raum Wohlen weltbekannt. Fabriken entstanden, selbst erfundene und weiter entwickelte Maschinen erlaubten die Herstellung grösserer Mengen der allseits begehrten Produkte, hauptsächlich für den Export. Nebst Stroh verarbeitete man jetzt auch Rosshaar und später sogar Kunststoffe. Mit dem langsamen Verschwinden der Hutmode erfuhr die Strohindustrie in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts leider ihren unaufhaltsamen Niedergang.
Nicht ganz - drei tapfere Unternehmungen konnten sich durch viel Innovation und Geschick auf dem Markt behaupten. Zusammen präsentieren sie Ihnen die Freiämter Kollektion 2012 - denn die Freiämter Strohzeiten sind noch längst nicht vorbei.
Als begnadeter Hutmacher hat sich Kurt Wismer in der Liebhaberszene schon lange einen Namen geschaffen. Seit rund 25 Jahren knüpft er die begehrten Röhrlihüte aus Weizen- und Roggenstroh. Vom Ernten übers Trocknen und Bleichen des Strohs bis zum fertigen Hut wir alles von Kurt Wismer in liebevoller Handarbeit gemacht - Handwerkerkunst der Extraklasse, die für ein Exemplar gut 8 bis 9 Stunden in Anspruch nimmt.
Geflechtfabrik Tressa AG
Die Tressa Geflechtfabrik kann auf eine ansehnliche Geschichte zurückblicken. Als selbstständige Tochtergesellschaft der Firma Stäger & Co AG (1840 gegründet) durchlebte die Tressa die Hochblüte der Wohler Strohindustrie. Inhaber Markus Fischbach führt das Unternehmen mit 10 Angestellten souverän und darf sich durch innovatives Handeln und mit kreativen Ideen als letzte "Ur-Firma" der Wohler Strohindustrie bezeichnen.
RISA Hutwerkstatt AG
Die RISA Hutwerkstatt AG ist seit 1919 "modisch auf der Hut". Die als M. Geissmann & Co AG gegründete Hutmacherei ist in den 30er-Jahren von den Familien Sax und Richner übernommen worden und wird nun schon in der dritten Generation Sax geführt. Die 20 Angestellten haben sich ganz dem Hut verschrieben und können Stolz sein, in der letzten Hutfabrik der Schweiz arbeiten zu dürfen.
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Verpackung: Jeder Hut wird mit einer exklusiven "Freiamt-Kollektion" Hutschachtel versandt.
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